Die Geschichte des Klosters nach der Wiederbegründung im 19. Jahrhundert
Ende 1898
Die Dominikaner kehren wieder nach Köln zurück. Sie bewohnen zunächst ein Mietshaus in der Melchiorstraße 35. Bald beginnen sie mit dem Neubau von Kloster und Kirche in dem damals neu entstehenden Stadtteil außerhalb der alten Umwallung an der Lindenstraße. Die Pläne stammen von dem Düsseldorfer Baurat Casper Clemens Pickel.
2. Oktober 1902
Grundsteinlegung für die neue Klosterkirche.
10. Mai 1904
16. Juli 1941
Im Juli 1941 beschlagnahmt die Geheime Staatspolizei (Gestapo) das Kölner Dominikanerkloster. Innerhalb von drei Stunden sollten die Brüder das Kloster geräumt haben. Binnen weiterer sechs Stunden müssen sie auch die Provinzen Rheinland und Westfalen verlassen haben. Von der Beschlagnahme werden Kirche und Sakristei, der Saal über der Sakristei sowie ein Teil des Kreuzganges ausgenommen. Der Grund: Seit dem 23. April 1941 war die Klosterkirche vom Erzbistum Köln zu einem „abhängigen Rektorat“ der Pfarrei Herz Jesu erklärt worden und stand daher unter dem Schutz der Bestimmungen des Reichskonkordates von 1933.
Da seit einiger Zeit das Kloster für 110 Beamte der Polizei und des Sicherheitsdienstes Räume für ein Mittagessen zur Verfügung stellt, müssen bis auf weiteres P. Sigisbald Janssen OP sowie die Brüder Hugo Kramer OP, Philipp Jundt OP und Bonaventura Wiatrowski OP mit den vier Dominikanerinnen zur Weiterführung der SHD-Küche im Klostergebäude leben. Bruder Bonaventura jedoch wird am 23. Juli, ein Tag später wird P. Sigisbald ausgewiesen.
Ihre Arbeit an der Kirche Heilig Kreuz (Rektoratskirche) können P. Ceslaus Piontek OP als Pfarrektor von Heilig Kreuz, P. Oswald Rohling als Kaplan an Heilig Kreuz und Bruder Philipp Jundt OP als Küster weiter verrichten. Ihre Wohnung ist in der Lindenstraße Nr. 49.
26. Juli 1941
Der Provinzial P. Laurentius Siemer OP legt beim Reichhauptsicherheitsamt in Berlin Beschwerde gegen die Beschlagnahmeverfügung ein.
6. Dezember 1941
Eine Verfügung des Reichinnenministers ordnet an, die Dominikanerklöster in Köln und Walberberg als volks- und reichsfeindliches Vermögen einzuziehen.
26. Februar 1942
Der Regierungs-Präsident von Köln teilt schriftlich mit, der „Reichsminister des Innern auf Grund des Gesetztes über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens vom 14.7.1933 (RGBl. I. S. 479)“ habe festgestellt, dass „die Niederlassung der Dominikaner in Köln, Lindenstraße 45 [...], volks- und staatsfeindlichen Zwecken gedient hat und daß die Bestrebungen der Insassen des obigen Hauses volks- und staatsfeindlich gewesen sind.
Aufgrund des Erlasses des Führers und Reichskanzlers vom 29.5.1941 (RGBl. I. S. 303) wird hiermit das vorgenannte Haus und Grundstück zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen. Gegen diese Einziehungsverfügung ist ein Rechtsmittel nicht gegeben. Im Auftrage: gez. Sprinz“
31. Mai 1942
Ein massiver Fliegerangriff geht über Köln hinweg. Dadurch werden mehr als 100.000 Menschen obdachlos. Kirche und Kloster werden stark zerstört.
2. März 1945
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Köln und damit auch der Dominikanerkonvent und die Kirche werden von den Bomben fast vollständig zerstört. |
1947
Die Dominikaner beginnen mit dem Bau eines völlig neuen Gotteshauses nach den Plänen von Hans J. Lohmeyer (1913-1979).
11. Oktober 1952
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Konsekration der Kirche durch Joseph Kardinal Frings. |
1957
Erweiterung des Klostergebäudes durch Architekt Hans J. Lohmeyer.
2002
Grundsanierung sowie Renovierung und Neugestaltung der Klosterkirche (Architekt Westphal). Die künstlerische Neugestaltung der Klosterkirche erfolgt durch Prof. Gerd Winner (Braunschweig).
1. Dezember 2004
Das vormals selbstständige Dominikanerkloster an St. Andreas wird Filialkloster des Dominikanerklosters Heilig Kreuz.
Mai 2010
September 2010
Nach einer längeren Umbauphase ziehen drei Dominikaner wieder nach St. Andreas und führen das pastorale und geistliche Leben dort fort.




